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Jugendhilfe vs. "echtes Leben"

Die Kindheit und Jugend sind normalerweise die Lebensabschnitte, in denen der Grundstein für das spätere Leben gelegt wird. Kinder und Jugendliche sollen mit der Zeit lernen, sich zu verständigen, eigene Entscheidungen zu treffen und für die dann auch die Verantwortung zu übernehmen.

Weiter wird von Kindern und Jugendlichen erwartet, selbstständig zu werden, die eigene Meinung zu vertreten, sich nicht mit Personen einzulassen, die für sie gefährlich sein können und vor allem, immer Vertrauen zu den Erwachsenen in ihrer näheren Umgebung zu haben.

Leider werden Kinder in unserem Familienrecht zum genauen Gegenteil angehalten.

Bei Gewalt oder strittigen Scheidungen der Eltern sind sie meistens mit einem Familiengerichts- und Helfersystem konfrontiert, in dem sie sich nicht wirklich entwickeln können. Das bedeutet:

Sie dürfen weder mitbestimmen, ob sie bei der Mutter oder beim Vater leben, noch ob und wenn ja wie oft sie den anderen Elternteil bzw. beide Eltern besuchen.

Die Besuchsregelungen werden der Entwicklung von Kindern nicht angepasst. Das heißt, dass im Extremfall ein 12-jähriges Kind genauso behandelt wird wie ein sechsjähriges. 

Nicht selten werden Kinder dazu gezwungen, mit Personen (i.d.R der Vater) zusammen zu sein, die unter Suchterkrankungen(1) leiden oder die keinerlei Verantwortungsgefühl für andere Menschen kennen.

Ja, sogar Personen (Väter) die gewalttätig(2) gegen die Mutter sind oder den Kindern psychische, physische und/oder sexualisierte(3) Gewalt angetan haben, bekommen durch dieses Famielengerichts- und Helfersystem Zugang zu den Kindern.

Den Kindern wird dadurch vermittelt, dass es sich nicht lohnt, Entscheidungen zu treffen oder die eigene Meinung zu vertreten. Auch das Vertrauen in die Umwelt und die eigene Person gehen dadurch verloren. Das hat weitreichende Folgen, vor allem wenn diese Gefühle über längere Zeit fortbestehen. 

Nicht selten wird versucht, die Kinder und Jugendliche so zu beeinflussen dass sie in das "Konzept des Systems" passen. Mitunter werden sehr komische Vergleiche gezogen:

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ein Sozialarbeiter meinte, das mit den Umgängen wäre so ähnlich wie mit der Schule. Auch wenn man vielleicht nicht immer gerne hingeht, irgendwann so seine optimistische Einschätzung, würde sich das für einen lohnen.

Dieser Vergleich ist nur dann möglich, wenn man sich für die Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen nicht interessiert.

Denn während der Schulbesuch eine unverzichtbare Vorraussetzung für das spätere (Berufs-)leben ist, dürfte es für die Zukunft wohl kaum entscheidend sein, ob man zu beiden Eltern regelmäßig Kontakt hatte oder nicht.

Durch diesen und ähnliche Vergleiche werden wichtige Unterschiede ignoriert:

Hat jemand nur sporadisch keine Lust, einen Termin wahrzunehmen, oder bestehen ernsthafte Gründe für die Verweigerung eines Umgangs? Leider wird diese Frage nicht gestellt.

Man könnte dagegen auch mal fragen, wer denn wohl seine Kinder zur Schule schicken würde, wenn diese dort kein Wissen vermittelt bekämen und statt dessen psychischer, körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt wären.

Es spricht wohl auch nicht für die Qualität einer Beziehung wenn der Besuch von Vater oder Mutter  nur als Pflicht empfunden wird.

Für ein erfolgreiches Leben ist es sehr wichtig mit der eigenen Meinung ernst genommen zu werden und anderen Menschen zu vertrauen.

Durch unser Familiengerchts-und Jugendhilfesystem wird das genaue Gegenteil erreicht!!

Der wirkliche Skandal ist:

Kinder und Jugendliche werden vor Gericht wenn überhaupt nur dann angehört, wenn die Eltern sich in Fragen des Sorge- oder Umgangsrechts nicht einig sind.

Falls beide Eltern sich auf eine Regelung einigen, die für das Kind unpassend oder schädlich ist, so hat dieses überhaupt keine Möglichkeit, sich zu schützen.

Doch selbst wenn die Eltern sich uneinig sind, ist die Aussage von Kindern keineswegs entscheidend für den Aussgang eines Verfahrens.

Interessanterweise ist noch nie die Frage  gestellt worden, wie unser Familienrechts bzw. Jugendhilfssystem allen Kindern und Jugendlichen überhaupt gerecht werden kann, wenn diese noch nicht einmal einen eigenen Zugang dazu haben.

Kinder und Jugendliche, die solchen Mechanismen ausgesetzt sind, werden später im Erwachsenenalter  mit der schwierige Aufgabe konfrontiert sein, sich von den Informationen und Gefühlen die ihnen einst vermittelt wurden, zu befreien.

Es wird Zeit, dass die Kinder tatsächlich gehört und geschützt werden!

Quellen:

1.Kind wird offenbar drogensüchtigen Vater übergeben

2.Kampf ums Kind-warum Prügelväter bevorzugt werden

3. Stellungnahme zur Studie von Herrn Prof. Pfeiffer (siehe Seite 3 Absch. "Mütter haben heute mehr Möglichkeiten ihre Kinder zu schützen")